Fontana Finthen die Jugend auf Facebook



KreispokalSiegerB1 2014

Erst dramatisch, dann deutlich

Mit einem 4:1 n.V. darf sich die B1 völlig zurecht ab sofort Kreispokal-Sieger 2014 nennen. Der Landesliga-Dritte besiegte im Finale den unangefochtenen Landesliga-Meister SVW Mainz und machte damit "aus einer guten Saison eine ziemlich geile Saison," sagte Co-Trainer Luis Raab direkt nach Abpfiff.

Dabei begann das Endspiel nicht gerade verheißungsvoll für die Weiß-Schwarzen, die bereits nach zwei Minuten eine Großchance liegen ließen. Überhaupt merkte man der Fontana eine gewisse Unlockerheit im ersten Durchgang an, während der Gegner druckvoll aus dem Mittelfeld nach vorne spielte. Die Abwehrkette mit Paul Mansel, Kapitän Tim Charissé, Daniel Engler und JoJo Wolf hatte alle Hände voll zu tun, dazu die lautstarken und nicht immer fairen Zwischenrufe der mitgereisten "Fans" des Gegners, die das Schiri-Gespann wiederholt versuchten, zu beeinflussen. Die Mittelfeld-Reihe mit Alen Ramic, Tom Kühner, Deniz Kanber, Melih Kandemir und Ali Sengül plus Stürmer Deron Boateng war zunächst ausschließlich mit Balleroberung und gelegentlichen Kontern beschäftigt. Die eigentliche Stärke der Finther, das strukturierte Kurzpassspiel, wusste der bärenstarke Gegner im ersten Durchgang meist schon im Ansatz zu unterbinden. Fast folgerichtig fiel kurz vor der Pause das 0:1.

Aber wie schon in der gerade abgelaufenen Saison kam jetzt die andere große Stärke der Fontana zum tragen: die Fähigkeit, Widerstände zu überwinden, den Kopf raus in den Sturm zu halten und den Berg hoch zu laufen. Allesamt übrigens Lieblingsvokabeln des Trainergespanns. Mit der Hereinnahme von Maxi Grube und Elias Badawia sowie einer Umstellung auf der Zehner-Position, festigte das Team von Trainer Tim Klotz mehr und mehr den Zugriff auf das Spiel und erhöhte die Qualität im eigenen Ballbesitz. Plötzlich lief der Gegner dem Ball hinterher und war meist nur zum reagieren gezwungen, während das Chancenplus klar auf Seiten der Finther wechselte. In Minute 58 schließlich belohnte Boateng die Bemühungen um den Ausgleich mit seinem ersten Treffer des Tages. Und als alle schon auf Verlängerung gepolt waren, durfte und musste auch Robin Grun noch einmal zeigen, was er gelernt hat. Der Torhüter, der eigentlich noch C-Jugend spielen kann, rettete seine Mannschaft mit zwei absoluten Glanzparaden in die Extra-Zeit, denn kurz vor Schluss hatten die Weisenauer ihre zwei einzigen Möglichkeiten der zweiten Hälfte, scheiterten aber an den Reflexen des jungen Finther Torstehers.

Also noch mal zwei Mal zehn Minuten zu spielen, allerdings ein klarer Vorteil für die konditionsstarke Fontana. Der Gegner platt, spielten sich die Finther in einen wahren Rausch. "Kaaaaanber" schallte es aus den Kehlen der vielen Finther Fans schon kurz nach Wiederanpfiff, als der Mittelfeldmotor eine weitere Weisheit seines Trainers veredelte ("Ecke tief!") und den Ball am guten Weisenauer Torwart gezielt vorbei schob. Fünf Minuten später ließ Dribbel-Wunder Ramic gleich vier Gegner extrem alt aussehen und sorgte für die Vorentscheidung, ehe Doppel-Packer Boateng den berühmten Sack mit dem 4:1 endgültig zumachte.Zuvor waren schon Marc Liefke und Alex Hess als wichtige Stabilisatoren für die Defensive und als Beweis des breiten Kaders eingewechselt worden. Und als dann die Pokal-Trophäe endlich in den Oppenheimer Himmel gereckt werden durfte, konnte auch der etatmäßige Linksverteidiger Marc Linero wieder lächeln, der sich beim Aufwärmen mit einer Fußverletzung fürs Finale abmelden musste.

Fazit: Diese Finther Mannschaft hat auf eindrucksvollste Weise gezeigt, wie man einen scheinbar übermächtigen Gegner mit Mut, Wille, Leidenschaft und spielerischer Raffinesse besiegen kann!

Zum Seitenanfang
JSN Boot template designed by JoomlaShine.com